Archiv der Kategorie 'Termine'

20.06. – Nazidemo in Frankfurt zum Desaster machen!

Am 20.06.2015 möchte eine rechte Gruppe namens „Widerstand Ost/West“ eine Brücke zwischen rechtspopulistischen Kreisen und organisierten Neonazis schlagen und in Frankfurt demonstrieren. Wir werden ihnen den Tag gründlich vermiesen – Frankfurt bleibt nazifrei!

Achtet auf Ankündigungen: facebook.com/nopegidaffm

Hier auch der Aufruf:

„Widerstand Ost/West“ – Läuft nicht!
Kommt am 20. Juni 2015 nach Frankfurt!

Für den 20.Juni 2015 mobilisiert der „Widerstand Ost/West“ zu einer Demonstration nach Frankfurt am Main. Sie phantasieren sich für diesen Tag eine Großdemonstration aller deutschen Patrioten durch die Frankfurter Innenstadt herbei. Doch eins ist klar: Das wird nix!

Ester Seitz und Michael Stürzenberger, zwei PI-News- sowie Bagida-Aktive, wollen mit „Widerstand Ost/West“ Rechtspopulist_innen, rechte Hools und Neo-Nazis auf die Straße bringen. Doch die Beiden dürften noch in Erinnerung haben, dass Aufmärsche in Frankfurt für Rassist_innen kein Spaß sind. (mehr…)

Podiumsdiskussion: Der kommende Aufprall

Auf der Such nach der Reißleine in Zeiten der Krise
Podiums- und Publikumsdiskussion zu unserem Papier „Der kommende Aufprall“
Do. 30 . April | 20.00 Uhr | im „faites votre jeu!“ (Klapperfeldstraße 5, Frankfurt)

Anfang April haben wir den Text „Der kommende Aufprall“ veröffentlicht, in dem wir für einen stärkeren Bezug der (radikalen) Linken auf die Kämpfe der Lohnabhängigen vorschlagen, um einer dort immer noch stark vorherrschenden, ritualisierten Eventpolitik zu entkommen. Der Text endet mit einem Organisierungsvorschlag, der unserer Meinung nach diese Orientierung auch organisatorisch umsetzen könnte.
In einer Podiums- und Publikumsdiskussion wollen wir den Text und seine Thesen aus dem mief unseres Plenumsraums rausholen und sie mit euch sowie einigen geladenen Gästen auf den Prüfstand stellen.

Zu Gast sind an diesem Abend:
Basisgruppe Antifa Bremen (Ums Ganze)

Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft

bundesw. Demo: Hände weg vom Streikrecht!

Hände weg vom Streikrecht – Streikrecht ist Grundrecht! Für volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit!
Hände weg vom Streikrecht
Wir unterstützen den Aufruf des Aktionsbündnis „Hände weg vom Streikrecht“ zur bundesweiten Demo am 18.04. in Frankfurt gegen das Tarifeinheitsgesetz.

Die EU-weiten Angriffe auf das Streikrecht – zwecks Sicherung der Konzernprofite – ist offizielles Ziel der »EU-Agenda 2020«. Seit einigen Jahren wird dieses Ansinnen, entsprechend der jeweiligen Bedingungen in den einzelnen EU Staaten, in unterschiedlichem Tempo umgesetzt. Im Rahmen der internationalen ökonomischen »Krisenbewältigung« der EU wurde das Demonstrationsrecht in Spanien massiv eingeschränkt und in Griechenland das Streikrecht bereits weitgehend abgeschafft. (mehr…)

Antisemitische Zustände in Frankreich
Je suis juif? – Antisemtische Zustände in Frankreich.

Veranstaltung mit Eva zum Winkel am 12. Februar 2015 im Café KoZ

Pegida, Hogesa, AfD, Montagsquerfront – Neue rechte Massenbewegung in 2015? Was tun?!

Rechte MassenbewegungenDas Jahr 2014 war auch das Jahr reaktionärer Bewegungen, ob auf der Straße oder im Parlament: die „Alternative für Deutschland“ triumphierte bei Landtags- und Europawahlen, rassistische Mobilisierung gegen Geflüchtete, antisemitische Eskalationen anlässlich des Nahost-Konflikts, des Ukraine-Konflikts oder einfach so – bis hin zu rassistischen Großevents wahlweise „gegen Salafisten“ oder „gegen die Islamisierung des Abendlands“.

Was alle Proteste vereint, ist ein Bezug auf das „Volk“, das angeblich von korrupten Polit-Eliten verarscht und belogen wird, vor Überfremdung durch alles vermeintlich Nicht-Deutsche bedroht und von eigenen Überlebens- oder Abstiegsängsten geplagt ist. Die Unterschiede der verschiedenen Gruselkabinette dürfen jedoch nicht übersehen werden, eine Einordnung der verschiedenen Strömungen als ein und die selbe „braune Soße“ wird dem weder gerecht, noch macht es den Kampf gegen sie einfacher. Die parlamentarische Politik übt sich bis auf wenige Ausnahmen in symbolischer Distanz, während nicht zuletzt die erneute Verschärfung des Asylrechts dieses Schauspiel auf zynischste Weise demaskiert – oder sich lediglich um das durch Pegida erzeugte „schlechte Image Deutschlands in der Welt“ gesorgt wird, wodurch „ausländische Investoren“ wegbleiben würden. Eine antifaschistische und antirassistische Gegenwehr ist hier mehr als notwendig.

Gemeinsam mit Vertreter_innen verschiedener antirassistischer und antifaschistischer Kämpfe und Zusammenhängen wollen wir unter anderem folgende Fragen diskutieren: Handelt es sich bei den aktuellen Auseinandersetzungen um ein erstes großes Aufblitzen einer neuen, völkischen und nationalistischen Massenbewegung in der Krise des Kapitals? Welche Gefahren gehen von ihnen aus? Was ist im Jahr 2015 zu erwarten?
Und vor allem: Welche Strategien und Maßnahmen kann und sollte die Linke ergreifen, um sich wirkungsvoll diesen Phänomenen entgegenzustellen?

Dazu wird die Publizistin Jutta Ditfurth die Entwicklungen und Verformungen der Montagsquerfront vorstellen und deren ideologischen Schnittmengen mit den Pegida-Protesten aufzeigen. Der Politikwissenschaftler Daniel Keil ordnet diese Entwicklungen gesellschaftstheoretisch ein und setzt dabei einen Fokus auf die Kontinuitäten eines Bezugs auf Nation und Volk. Zudem wird das Antifa-Recherche-Team Dresden von der Situation vor Ort berichten, die soziale Zusammensetzung von Pegida analysieren sowie antifaschistische Strategien gegen diese vorstellen. Anschließend soll gemeinsam diskutiert werden, welche Gefahren einer rechten Massenbewegung uns 2015 bevorstehen und wie eine wirkungsvolle emanzipatorische Gegenstrategie aussehen kann.

Podiumsdiskussion, Mittwoch, 04. Februar, 19:30 Uhr, Gewerkschaftshaus Frankfurt (Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77)

  1. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten bzw. rassistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homophobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. [zurück]

29.11./06.12.14 – Antinationaler Aufruf zu den Demonstrationen gegen das PKK-Verbot!


If worst comes to worst…

Die Anzeichen sind unübersehbar: Der „Islamische Staat“ führt einen Terrorfeldzug in Syrien und im Irak und wirbt Anhänger in deutschen Städten. Geopolitische Konflikte brechen nicht nur in der Ukraine auf, zugleich werden die Konflikte im Nahen Osten als Anlass für antisemitische Ausschreitungen und Anschläge in Europa genutzt. Es gibt ein Anwachsen des kulturellen Rassismus in den angeblichen Zentren von Demokratie und Freiheit während das deutsche Spardiktat munter weiter die sozialen Grundlagen der europäischen Gesellschaften auszehrt. Wo hin man auch schaut – die kapitalistische Welt scheint langsam aber sicher aus den Fugen zu geraten. Währenddessen verhindert die Logik von Staat, Nation und Kapital aber nötige Hilfe und mögliche Lösungen, weil sich in der Weltmarktkonkurrenz doch jeder selbst der Nächste, Menschenrechte im Zweifel nur störendes Beiwerk und die Feinde von heute schon morgen wieder nützliche Idioten sind.
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„Solidarität gegen Repression“ – Antifa-Kundgebung am 14.11. in Frankfurt!

Solidarität gegen Repression

Gegen Nazis, Alltagsrassismus und die Kriminalisierung
von antifaschistischem Engagement!

soligegenrepression
Am 1. Mai 2013 ist es tausenden Antifaschist*innen gelungen, eine NPD-Kundge­bung am Frankfurter Ostbahnhof zu verhindern. Dies war möglich, weil wir den Nazis in einem breiten Bündnis durch die Blockade von Straßen und Gleisen alle Zufahrtswege nach Frankfurt versperrt haben.

Doch die Blockadeaktionen, die in Medien und Stadtpolitik vielfach als „Erfolg des demokratischen Frankfurts gegen Nazis“ gefeiert wurden, waren für viele Akti­vist*innen mit erheblichen Repressalien verbunden. Etwa tausend Gleisblockierer*innen wurden von der Polizei eingekesselt, gewaltsam geräumt und viele verletzt. (mehr…)

einige wichtige Hinweise

Wir wollen an dieser Stelle auf drei Dinge hinweisen:

1. Jährt sich am 9. November die Reichspogromnacht zum 76. Mal. Aus diesem Grund veranstaltete ein Bündnis in Gießen einen Mahngang am 9. November , um den Opfern zu gedenken und entsprechend geschichtlich relevante Orte aufzusuchen. Treffpunkt ist der Berliner Platz um 18 Uhr. Wir rufen zur Teilnahme auf und verweisen auf den kompletten Aufruf.

2. Trafen sich im Juni in Leipzig Initiativen aus verschiedenen Städten, die in der Streiksoliarbeit aktiv sind (etwa bei amazon oder bei Neupack) oder sich in Zukunft eine solche leisten wollen. In dem Seminar wurde zusammen den Fragen nach Solidarität, nach Bündnisarbeit und nach möglichen Aktionsformen auf den Grund gegangen. Dabei wurden gemeinsamen Erfahrungen und Ideen austauschen, der Möglichkeitsrahmen abgestecket und sich miteinander vernetzt. Vom 14. bis 16.11.14 findet in Frankfurt/Main nun das Nachfolgetreffen dieser Gruppen statt. Es sollen weitere praktische Perspektiven auf Streiks ausgetauscht und die Gründung eines bundesweiten Streiksolinetzwerkes vorbereitet werden. Wenn ihr auch daran teilnehmen wollt, meldet euch bitte hier dazu an. Das Programm des Wochenendes kann hier eingesehen werden.
Nachtrag: Ein Artikel zu dem Treffen von Peter Nowak ist im Neuen Deutschland nachzulesen: http://www.neues-deutschland.de/artikel/953113.verstaerkung-am-werktor.html

3. Will der Antisemit Jürgen Elsässer von Jutta Ditfurth nicht „glühender Antisemit“ genannt werden und hat sie nun auf Unterlassung verklagt. Am ersten Verhandlungstag die zuständige Richterin bereits verlauten lassen, dass ein Antisemit nur sei, wer sich positiv auf die Shoa beziehe. Jutta hat richtig darauf hingewiesen, dass diese Definition Deutschland auf einen Schlag von allen seinen Antisemiten befreien würde. Denn beide Definitionen verbieten es, Leute Antisemiten zu nennen, die andere Menschen antisemitisch beleidigen, mit Hass verfolgen, demütigen und diskriminieren. Deswegen ist dieser Prozess wichtig für die gesamte Linke. Leider sitzt Jutta auf sehr hohen Anwalts- und Gerichtskosten, die sie nicht alleine tragen kann. Bitte unterstützt die Genossin! Weitere Angaben und Kontodaten finden sich hier.

Neue Veranstaltungsreihe zu aktuellen Klassenkämpfen

Am Montag, den 27. Oktober startet mit einem Vortrag zu 9 Monate Streik bei Neupack von einem Mitglied des Neupacksolikreises unsere neue, unregelmäßige Veranstaltungsreihe „Weil du auch eine Arbeiterin bist,.. – unregelmäßige Reihe zu aktuellen Klassenkämpfen“ um 19:30 Uhr im Café KoZ (Campus Bockenheim)

Achtung: Die Veranstaltung wurde eine Woche nach hinten verlegt und findet nun am 27.10.14 statt.

Ankündigung der Veranstaltung am 20.10.14: „9 Monate Streik bei Neupack“

Ein Unterstützerkreis konnte einen der längsten Arbeitskämpfe der letzten Jahrzehnte in Deutschland von der Vorbereitung bis zum Abschluss begleiten.
Ein immer größer werdender Niedriglohnsektor mit prekären Arbeitsverhältnissen verändert die Kräfteverhältnisse in Betrieben. Zudem gibt es eine zunehmende Anzahl von Betrieben, die kein Interesse einer sozialpartnerschaftlichen Kooperation mit den großen Gewerkschaften haben und diese massiv bekämpfen, zumindest dann, wenn sie wirkliche Verbesserungen für die Belegschaften anstreben. Davon, wie „Arbeitgeber“ das praktizieren und dabei auch erfolgreich sein können, erzählt dieser Streik bei Neupack. Er zeigt aber auch, dass dies nicht so sein muss.
Der Streik bei Neupack sowie die Arbeit des Solikreises soll in dem Vortrag vorgestellt und analysiert werden.

Hier die Ankündigung der „Weil du auch eine Arbeiterin bist,.. – unregelmäßige Reihe zu aktuellen Klassenkämpfen“:

Seit einige Jahrzehnten herrscht in Teilen der Linken die Auffassung vor, der praktische Bezug auf Klassenkämpfe habe sich erledigt, da die lohnabhängige Klasse spätestens seit Faschismus und Fordismus vollkommen ins bestehende Gesellschaftsgefüge integriert sei. Auseinandersetzungen zwischen Lohnabhängigen und Kapital fänden – wenn überhaupt – nur noch in sozialpartnerschaftlichen Formen unter der befriedenden Regie der DGB-Gewerkschaften statt. Doch auch wenn an dieser Perspektive etwas dran ist, ergibt sich aus ihr ein grundlegendes Dilemma: Mit der Absage ans Proletariat und an Klassenkämpfe geht der Kontakt zu grundlegenden Widersprüchen kapitalistischer Vergesellschaftung verloren, durch die hindurch sich die Verhältnisse reproduzieren. Verkennt man, dass diese Widersprüche aber potentiell zugleich Ansatzpunkte für einen Bruch mit ihnen darstellen können, bleibt nur der Rückzug auf die kritische Kritik oder die Organisation von gesellschaftlich irrelevanten „Events“.

Der Konflikt zwischen Kapital und Arbeit lässt sich jedoch höchstens temporär befrieden, er ist vielmehr eine Grundkonstante dieser Gesellschaftsordnung. Wer den Blick etwas über den eigenen Tellerrand hinaus richtet, wird unschwer erkennen, dass der Klassenkampf auf einer globaler Ebene in der härtesten Formen ausgefochten wird. Auch in den kapitalistischen Zentren lassen sich spätestens seit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise offenere Auseinandersetzungen zwischen den Klassen beobachten. Die Klasse der Lohnabhängigen bewegt sich dabei keineswegs immer in sozialpartnerschaftlichen Verkehrsformen, sondern setzt auch auf Selbstorganisierung. Daher soll in dieser Veranstaltungsreihe ein Blick auf diese Auseinandersetzungen geworfen und analysiert werden, welche Bedeutung diese für die eigene sozialrevolutionäre Praxis einnehmen können. Wir wollen in dieser Veranstaltungsreihe in unregelmäßigen Abständen über aktuelle Klassenkämpfe berichten und Akteur*innen vorstellen, die diese unterstützen. Dabei soll es nicht nur um klassische Kämpfe in der Industrie, sondern auch um die Kämpfe all jener, die sich in Lohnabhängigkeit befinden gehen.