Archiv der Kategorie 'Termine'

Buchvorstellung: „Im Feindbild vereint“

Im Feindbild vereint. Zur Relevanz des Antisemitismus in der Querfront-Zeitschrift Compact

Buchvorstellung mit Kevin Culina und Jonas Fedders Im Feindbild vereint

Café KoZ (Campus Bockenheim) || 07. September 2016 || 19 Uhr

„Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe ist das Volk!“ – mit diesen Worten beginnt Jürgen Elsässer viele seiner Reden; egal, ob bei den Aufmärschen der völkisch-rassistischen Pegida-Bewegung, den verschwörungsideologischen Montagsmahnwachen oder den antifeministischen Protesten der „Besorgten Eltern“. Auch in seinem Magazin „Compact“ wird die Vereinigung verschiedener politischer Spektren praktiziert: Durch positive Bezüge auf rassistische Publizisten und die Neue Rechte auf der einen sowie auf Teile der Linkspartei und als „links“ geltende Proteste wie die Montagsmahnwachen auf der anderen Seite arbeitet das Magazin auf eine „Querfront“ hin. Konstitutiv für Inhalte der Zeitschrift ist der Glaube an eine alles umfassende Weltverschwörung. Bei einer genaueren Analyse zeigt sich, dass in einer Vielzahl der Artikel antisemitische Denk- und Argumentationsmuster aufgerufen und reproduziert werden. (mehr…)

„Untersuchung – Aktion – Organisation“

Klasse – Macht – Kampf im Juni zum Thema
„Untersuchung – Aktion – Organisation“
Die Betriebsarbeit des Revolutionären Kampf (RK) bei Opel Rüsselsheim 1971-73
Bericht eines ehemaligen RK-Aktivisten

14. Juni 2016 19:30 Uhr
Klapperfeld, Nähe Konstablerwache (Frankfurt a. M. )

RK„Untersuchung – Aktion – Organisation“: So hieß das Papier, in dem die SDS-Betriebsprojektgruppe Frankfurt die theoretische Basis ihrer Betriebsintervention dargelegt hatte. Aus dieser Betriebsprojektgruppe wurde dann eine der wichtigsten revolutionären Betriebsgruppen im Deutschland der 70er Jahre: der Revolutionäre Kampf (RK).

Der RK arbeitete mit einer Betriebsgruppe in Opel Rüsselsheim von bis zu 30 Innenkadern. Ziel dieser Betriebsintervention war, die Opel-Arbeiter zu agitieren und zu organisieren. Dabei grenzte sich der RK deutlich von der Klassenkampf-Rhetorik des Marxismus-Leninismus ab und orientierte sich stark am Konzept der Arbeiterautonomie der italienischen Operaisten. Die Agitationsarbeit war stets an konkreten Themen wie der Arbeitssicherheit orientiert.
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Nothing in common?

Klasse – Macht – Kampf im Mai mit einem Vortrag von Torsten Bewernitz zu seinem Buch: „Nothing in Common? – Warum es tatsächlich ein emanzipatorisches Potential in der Arbeiter*innenklasse gibt.

„Die arbeitende Klasse und die besitzende Klasse haben nichts gemeinsam“ lautet ein Prinzip des basisgewerkschaftlichen Syndikalismus. Um auf dieses Prinzip zu kommen, bedarf es aber eines bestimmten Verständnisses von dem, was Klassen sind. Das Arbeiter*innen und Unternehmer*innen nichts gemeinsam haben, ist durchaus nicht plausibel. Viele haben sicherlich schon mal ein Glas Bier mit ihrem Chef getrunken, manche waren vielleicht sogar auf gemeinsam auf einem Konzert und vielleicht teilen sich Chef*in und Arbeiter*in auch die politische Meinung.

„Nothing in common“ – nichts gemeinsam – muss sich also auf etwas anderes beziehen. Die Formulierung bezieht sich auf einen gesellschaftlichen und ökonomischen Grundkonflikt, der im Kapitalismus strukturell angelegt ist. Torsten Bewernitz macht sich auf die Suche nach dieser Struktur, aber auch nach den Widerständen und Bewegungen, die sich nicht aus der Struktur, sondern aus einem kollektiven Eigensinn erklären lassen.

Dienstag, 10. Mai 2016, 19:30 Uhr im Klapperfeld

Karl Marx – Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?

Klasse – Macht – Kampf im April mit einem Vortrag von Karl Reitter mit dem Titel: „Karl Marx – Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?

Dienstag, 12. April 2016, 19:30 Uhr im Klapperfeld

Der Titel des Vortrags bezieht sich auf den von Karl Reitter herausgegebenen Sammelband, in dem in elf Beiträgen die Neue Marx-Lektüre einer umfassenden Kritik unterzogen wird. Es soll nicht nur gezeigt werden, dass ihre “monetäre Werttheorie” sachlich und philologisch unhaltbar ist, sondern auch was mit dem Vorwurf des Naturalismus an die Adresse von Marx eigentlich gemeint ist. Durch die Weigerung, zwischen den historisch übergreifenden Bestimmungen der Arbeit und ihren je spezifischen gesellschaftlichen Formen zu unterscheiden, wird Marx um sein ureigenstes Anliegen gebracht: in der Gesellschaft, wie sie ist, nach den materiellen Bedingungen einer neuen, klassenlosen Gesellschaft zu suchen. (mehr…)

Über die Emanzipationsperspektiven von Care-Arbeiter_innen

Klasse – Macht – Kampf im März dieses Mal zum Thema:

„Alle Räder stehen still, …?“
Über die Emanzipationsperspektiven von Care-Arbeiter_innen.
Eine theoretische Verallgemeinerung des Arbeitskampfes an der Charité in Berlin

Charité StreikArbeitskämpfe im Pflege- und Gesundheitsbereich verhandeln zentrale gesellschaftliche Widersprüche. Gleichzeitig finden sie unter speziellen Bedingungen statt, durch die sie sich von anderen Arbeitskämpfen unterscheiden – gegen Streiks in Krankenhäusern wird beispielsweise immer wieder die Verantwortung der Beschäftigten für die Patienten ins Feld geführt. Wie kann unter diesen Bedingungen ein erfolgreicher Arbeitskampf aussehen? (mehr…)

Klasse – Macht – Kampf im Februar

Filmvorführung: „Alles in Butter“ (Regie: Jean-Luc Godard, Jean-Pierre Gorin, Frankreich 1972, 95 min.)
mit vorangehendem Kurzinput über die Bewegung der Fabrikbesetzung im Mai 1968 ff. in Frankreich.
Tout va bien - Goadrd
Als Susan und ihr Ehemann Jacques, ein linksgerichteter Filmemacher, in einer Wurstfabrik eintreffen, um den Fabrikanten zu interviewen, geraten sie mitten in einen wilden Streik mit anschließender Fabrikbesetzung und werden von den streikenden Arbeiter*innen festgehalten. Der Film verdeutlicht die Logik der Klassenkämpfe und Besetzungen in Frankreich rund um 1968 und zeigt die Autonomie der Klasse gegenüber Partei und Gewerkschaft auf, nebenbei reflektiert er auch noch auf die Produktionsbedingungen in der Film- und Medienbranche.

Dienstag, 09. Februar 2016, 19:30 Uhr Klapperfeld
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Filmvorführung: Die Angst wegschmeißen

Am Dienstag, den 08. Dezember 2015 zeigen wir im Rahmen unserer neuen Veranstaltungsreihe „Klasse – Macht -Kampf“ um 19: 30 Uhr im Faites votre jeu! (Klapperfeldgasse 5, FfM) den Film „Die Angst wegschmeißen“ von labournet.tv über den aktuellen Kampfzyklus der italienischen Logisitkarbeiter_innen. Eine der Filmemacher_innen wird zu Gast sein und für eine an den Film anschließende Diskussion zur Verfügung stehen. Anschließend findet ein Barabend der fantifa und des ALFR statt.

Ankündigung des Films:

„Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand.

Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter_innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. Ein Kampf, der nicht nur ihre Arbeitsbedingungen, sondern ihr ganzes Leben verändert. (mehr…)

Deutschland halt’s Maul!

Am 03.10.15 will Deutschland in Frankfurt seinen Nationalismus zelebrieren. Wir rufen zusammen mit dem sozialrevolutionären & antinationalen Krisenbündnis zu Gegenaktionen auf.
Bereit am Vortag veranstalten wir unter dem Motto: „Antifa Kritik & Punkrock gegen Deutschland!“ ein Punkkonzert im Klapperfeld.
Aufspielen werden ab 22 Uhr folgende Bands:
Varan
Ein Gutes Pferd
teːrs

Hier nun der Aufruf des Krisenbündnis

Deutschland, halt’s Maul!

Am 12. Mai 1990 demonstrierten 20.000 Menschen unter dem Motto „Nie wieder Deutschland“ durch die Frankfurter Innenstadt. Man versammelte sich in strikter Opposition zur anstehenden sogenannten Wiedervereinigung Deutschlands. Nie wieder sollte Deutschland die Möglichkeit erhalten, in seinem alten Großmachtstreben über die Welt herzufallen und seinen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus in mörderische Tat umzusetzen. 25 Jahre später ist von dieser Hoffnung nicht viel geblieben.

Vom 2. bis 4. Oktober 2015 werden über eine Millionen Menschen in Frankfurt a.M. zusammenkommen, um unter dem zynischen Motto „Grenzen überwinden“ den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit zu feiern, während täglich aufs Neue Flüchtlingsunterkünfte in Flammen aufgehen. Wir rufen alle, denen die deutschen Zustände zum Himmel stinken, dazu auf, diese Feier zu stören! Wer sich nicht den letzten Funken Restverstand hat abschwatzen lassen, wird bei einem einfachen Blick in die Tageszeitungen sehen, dass es keinen Grund zum Feiern gibt – und tausend gute Gründe, gegen Deutschland aufzubegehren.

I.
Keine andere europäische Nation exportiert heute soviel Elend wie Deutschland – innerhalb der EU und darüber hinaus. Die viel gerühmte deutsche Wettbewerbsfähigkeit (geringe Lohnkosten bei hohem Produktivitätsniveau) sorgt seit Jahren dafür, dass deutsche Waren, Waffen, Investitionen und Kredite in den letzten Winkel der Erde vordringen und hier diverse soziale und ökologische Verheerungen anrichten. Mit dieser Exportorientierung ist Deutschland auch mitverantwortlich für einen guten Teil der sogenannten Eurokrise, in der es sich dann wiederum als Taktgeber der Krisenpolitik etablierte.
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20.06. – Nazidemo in Frankfurt zum Desaster machen!

Am 20.06.2015 möchte eine rechte Gruppe namens „Widerstand Ost/West“ eine Brücke zwischen rechtspopulistischen Kreisen und organisierten Neonazis schlagen und in Frankfurt demonstrieren. Wir werden ihnen den Tag gründlich vermiesen – Frankfurt bleibt nazifrei!

Achtet auf Ankündigungen: facebook.com/nopegidaffm

Hier auch der Aufruf:

„Widerstand Ost/West“ – Läuft nicht!
Kommt am 20. Juni 2015 nach Frankfurt!

Für den 20.Juni 2015 mobilisiert der „Widerstand Ost/West“ zu einer Demonstration nach Frankfurt am Main. Sie phantasieren sich für diesen Tag eine Großdemonstration aller deutschen Patrioten durch die Frankfurter Innenstadt herbei. Doch eins ist klar: Das wird nix!

Ester Seitz und Michael Stürzenberger, zwei PI-News- sowie Bagida-Aktive, wollen mit „Widerstand Ost/West“ Rechtspopulist_innen, rechte Hools und Neo-Nazis auf die Straße bringen. Doch die Beiden dürften noch in Erinnerung haben, dass Aufmärsche in Frankfurt für Rassist_innen kein Spaß sind. (mehr…)