Archiv der Kategorie 'Termine'

„La santé en lutte“ – Bericht und Diskussion über Klassenkämpfe in Brüsseler Krankenhäusern

am Do. 27.02.20 um 19:30 im Klapperfeld

Krankenhäuser stehen weltweit unter dem Druck der kapitalistischen Rationalisierung und des Sparens. Auch in Belgien. Die Finanzierung der öffentlichen Krankenhäuser wird hier zunehmend gesenkt, um sie in einen „Produktivitätswettbewerb“ mit den privaten Krankenhäusern zu überführen. Enorme Arbeitsverdichtung bei den Pflegekräften und anderen Arbeiter*innen an den Krankenhäusern sind die Folge. Das Versorgungsniveau sinkt und eine adäquate Betreuung der Patient*innen ist kaum möglich. Um im Wettbewerb der Krankenhäuser bestehen zu können, wird die Arbeit der Pflegekräfte schrittweise taylorisiert und aggressiven Managementstrategien unterworfen. Letztlich wird über die zunehmende Rationalisierung eines immer weiter zurückgedrängt: die menschlichen Beziehungen.

In Belgien hat der Widerstand begonnen, gegen den Versuch, die Krankenhäuser durch das Nadelöhr der Kapitalverwertung zu ziehen. In einzelnen Krankenhäusern organisieren sich Pflegekräfte und andere Angestellte. Sie kommen übergreifend in Organisationen wie der Brüsseler Plattform „La santé en lutte“ (Die Gesundheit im Kampf) zusammen, um sich über Streikerfahrungen auszutauschen und die Bewegung zu vernetzen.

An diesem Abend wird Stan von den Bemühungen zur Basisorganisierung in den Brüsseler Krankenhäusern berichten. Stan arbeitet als Krankenpfleger in einem Brüsseler Krankenhaus und ist Mitglied von „La santé en lutte“, der Basisorganisierung „Collectif Hôpital en Résistance“ und der Gruppe Union Communiste Libertaire Bruxelles „Union Communiste Liberataire Bruxelles.“

Veranstaltung auf Französisch mit Konsektivübersetzung ins Deutsche.

System change not climate change – heißt? – Vortrag mit Jutta Ditfurth

Bild Felix Riedel gro�

Vortrag und Diskussion mit Jutta Ditfurth

Am Dienstag, den 03.12. um 18.30 Uhr im Cafee Koz geht es mit unserer Veranstaltungsreihe zur Klimakrise weiter. Nach Susanne Schultz und Dietmar Dath hören wir zum Abschluss einen Vortrag von Jutta Ditfurth.

Wer den Klimawandel stoppen will, muss den Kapitalismus abschaffen – so richtig diese Aussage ist, sie bleibt ebenso ungenau, wie in der breiten Öffentlichkeit ungehört. Die Forderungen der aktuellen Klimabewegung(en)scheinen demgegenüber oftmals viel zu handzahm und politikgläubig, als dass ihre Einlösung eine tatsächliche Überwindung der Klimakrise versprechen würde. Hier und da ist jedoch die Parole vom ’system change‘ zu hören, innerhalb von FfF bildete sich eine antikapitalistische Plattform und die radikale Linke hat das Ökologie-Thema wiederentdeckt.

Was also tun?
Worin liegt das Potenzial der aktuellen Klimabewegungen einen ’system change‘ einzuleiten? Wie sieht dies konkret aus? Und welche Teile der Klimabewegungen müssen vielleicht eher als Gegner_innen, statt als Bündnispartner betrachtet werden?

Jutta Ditfurth ist Soziologin, Publizistin und politische Aktivistin. In den achtziger Jahren war sie Bundesvorsitzende der Grünen, trat 1991 aus und gründete im selben Jahr die Ökologische Linke mit. Seit 2016 vertritt sie die Wählervereinigung ÖkoLinX-ARL erneut in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung.

Kirche und Treibhaus – Vortrag von Dietmar Dath

Bild Felix Riedel gro�

Vortrag und Diskussion mit Dietmar Dath

Am Mittwoch den 20.11. um 19 Uhr im ExZess geht es mit unserer Veranstaltungsreihe zur Klimakrise weiter. Nach Susanne Schultz hören wir einen Vortrag von Dietmar Dath mit dem Titel Kirche und Treibhaus.

Der Streit um die Klimakrise wird oft als ideologischer Streit geführt. Dietmar Dath spricht darüber, dass in diesem Kontext manche von „Klimareligion“ reden und viele von Moral. Er führt aus, was das aber andererseits alles mit Wissenschaft, Technik und Klassenkampf zu tun hat, und schließt damit, was Marx dazu schon vor längerer Zeit gesagt hat.

Dietmar Dath ist Autor, Übersetzer und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er veröffentlichte fünfzehn Romane, außerdem Bücher und Essays zu wissenschaftlichen, ästhetischen und politischen Themen.

Susanne Schultz: Weniger Klimawandel durch weniger Menschen? Zur Kritik demografischer Wissensproduktion und internationaler Bevölkerungsprogramme

Bild Felix Riedel gro�

Am Mittwoch den 06.11. geht unsere Veranstaltungsreihe zur Klimakrise in eine zweite Runde. Den Anfang macht Susanne Schultz mit einem Vortrag über die Legitimation autoritärer Bevölkerungskontrolle im grünen Gewand. Beginn ist um 20 Uhr

Wer davon spricht, dass die Erde „überbevölkert“ sei, sagt damit zugleich, dass es zu viele Menschen gebe. Doch welche Menschen sind zu viel? Wer bestimmt die Kriterien dafür? Und welche Maßnahmen folgen aus einer solchen These? (mehr…)

Klimaschutz und Klassenkampf? – Podiumsdiskussion am 11.06.

Podiumsdiskussion zu und mit Fridays for Future im Café KoZ am Dienstag, 11. Juni um 18.30 Uhr.

Der Klimawandel fehlt entweder völlig auf der Agenda sozialrevolutionärer Kräfte oder er findet sich weit hinten unter „was uns sonst so nervt“.
Dabei ist unbestreitbar, dass es der Kapitalismus ist, der unseren Planeten und uns zerschindet. Der Kapitalismus lebt von Wachstum, sein Zweck ist Profit.
Die kostenlose Natur ist eine seiner Voraussetzungen. Ihr Wert wird dennoch nicht anerkannt bzw. fällt aus der Wertlogik. Doch klar ist: Wer eine rationale Nutzung aller Ressourcen anstrebt, muss ihre irrationale Ausnutzung beenden und also den Kapitalismus abschaffen.
Fridays for Future wird häufig vorgeworfen (mehr…)

Workers‘ Club im Centro Rödelheim

Wir laden alle Interessierten zum zweiten Treffen des Workers‘ Club im Centro Rödelheim ein: Wir treffen uns am Mittwoch, 14.11. um 19 Uhr.

Mit dem Workers‘ Club wollen wir einen Ort schaffen, der den Austausch unter Lohnabhängigen (d.h. auch Leuten, die arbeitslos sind) ermöglicht. Als Plattform soll der Club einen Beitrag dazu leisten, eine gemeinsame Kultur zu etablieren und sich – über gewerkschaftliche Kämpfe hinaus – gemeinsam (weiter-) zu bilden. Der Club soll ein Ort sein, an dem Kämpfe nicht nur geführt, sondern auch diskutiert, interpretiert, dokumentiert und weitergeführt werden. (mehr…)

call center. untersuchung. kommunismus

Erfahrung, Untersuchung und Selbstorganisation im Call Center

Dienstag, den 13.03.2018 um 19:30 Uhr im Klapperfeld
Veranstaltung im Rahmen von „Klasse – Macht – Kampf“

kolinko

Da wir schon 2018 und wider alles Erwarten doch noch nicht den Kommunismus haben, melden wir uns mit der Veranstaltungsreihe Klasse – Macht – Kampf zurück. Wir wollen uns auch dieses Jahr mit Klassenkämpfen und Organisierungsansätzen weltweit auseinandersetzen. Davon erhoffen wir uns nicht einfach nur einen Zuwachs an Wissen oder die billige Freude darüber, dass wenigstens irgendwo „was geht“. Die Veranstaltungsreihe Klasse – Macht – Kampf spiegelt vielmehr unsere Suche nach einer neuen Praxis und anderen Organisierungsansätzen (mehr…)

Buchvorstellung: „Im Feindbild vereint“

Im Feindbild vereint. Zur Relevanz des Antisemitismus in der Querfront-Zeitschrift Compact

Buchvorstellung mit Kevin Culina und Jonas Fedders Im Feindbild vereint

Café KoZ (Campus Bockenheim) || 07. September 2016 || 19 Uhr

„Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe ist das Volk!“ – mit diesen Worten beginnt Jürgen Elsässer viele seiner Reden; egal, ob bei den Aufmärschen der völkisch-rassistischen Pegida-Bewegung, den verschwörungsideologischen Montagsmahnwachen oder den antifeministischen Protesten der „Besorgten Eltern“. Auch in seinem Magazin „Compact“ wird die Vereinigung verschiedener politischer Spektren praktiziert: Durch positive Bezüge auf rassistische Publizisten und die Neue Rechte auf der einen sowie auf Teile der Linkspartei und als „links“ geltende Proteste wie die Montagsmahnwachen auf der anderen Seite arbeitet das Magazin auf eine „Querfront“ hin. Konstitutiv für Inhalte der Zeitschrift ist der Glaube an eine alles umfassende Weltverschwörung. Bei einer genaueren Analyse zeigt sich, dass in einer Vielzahl der Artikel antisemitische Denk- und Argumentationsmuster aufgerufen und reproduziert werden. (mehr…)

„Untersuchung – Aktion – Organisation“

Klasse – Macht – Kampf im Juni zum Thema
„Untersuchung – Aktion – Organisation“
Die Betriebsarbeit des Revolutionären Kampf (RK) bei Opel Rüsselsheim 1971-73
Bericht eines ehemaligen RK-Aktivisten

14. Juni 2016 19:30 Uhr
Klapperfeld, Nähe Konstablerwache (Frankfurt a. M. )

RK„Untersuchung – Aktion – Organisation“: So hieß das Papier, in dem die SDS-Betriebsprojektgruppe Frankfurt die theoretische Basis ihrer Betriebsintervention dargelegt hatte. Aus dieser Betriebsprojektgruppe wurde dann eine der wichtigsten revolutionären Betriebsgruppen im Deutschland der 70er Jahre: der Revolutionäre Kampf (RK).

Der RK arbeitete mit einer Betriebsgruppe in Opel Rüsselsheim von bis zu 30 Innenkadern. Ziel dieser Betriebsintervention war, die Opel-Arbeiter zu agitieren und zu organisieren. Dabei grenzte sich der RK deutlich von der Klassenkampf-Rhetorik des Marxismus-Leninismus ab und orientierte sich stark am Konzept der Arbeiterautonomie der italienischen Operaisten. Die Agitationsarbeit war stets an konkreten Themen wie der Arbeitssicherheit orientiert.
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