Archiv der Kategorie 'Arbeitskampf'

Neue Veranstaltungsreihe zu aktuellen Klassenkämpfen

Am Montag, den 27. Oktober startet mit einem Vortrag zu 9 Monate Streik bei Neupack von einem Mitglied des Neupacksolikreises unsere neue, unregelmäßige Veranstaltungsreihe „Weil du auch eine Arbeiterin bist,.. – unregelmäßige Reihe zu aktuellen Klassenkämpfen“ um 19:30 Uhr im Café KoZ (Campus Bockenheim)

Achtung: Die Veranstaltung wurde eine Woche nach hinten verlegt und findet nun am 27.10.14 statt.

Ankündigung der Veranstaltung am 20.10.14: „9 Monate Streik bei Neupack“

Ein Unterstützerkreis konnte einen der längsten Arbeitskämpfe der letzten Jahrzehnte in Deutschland von der Vorbereitung bis zum Abschluss begleiten.
Ein immer größer werdender Niedriglohnsektor mit prekären Arbeitsverhältnissen verändert die Kräfteverhältnisse in Betrieben. Zudem gibt es eine zunehmende Anzahl von Betrieben, die kein Interesse einer sozialpartnerschaftlichen Kooperation mit den großen Gewerkschaften haben und diese massiv bekämpfen, zumindest dann, wenn sie wirkliche Verbesserungen für die Belegschaften anstreben. Davon, wie „Arbeitgeber“ das praktizieren und dabei auch erfolgreich sein können, erzählt dieser Streik bei Neupack. Er zeigt aber auch, dass dies nicht so sein muss.
Der Streik bei Neupack sowie die Arbeit des Solikreises soll in dem Vortrag vorgestellt und analysiert werden.

Hier die Ankündigung der „Weil du auch eine Arbeiterin bist,.. – unregelmäßige Reihe zu aktuellen Klassenkämpfen“:

Seit einige Jahrzehnten herrscht in Teilen der Linken die Auffassung vor, der praktische Bezug auf Klassenkämpfe habe sich erledigt, da die lohnabhängige Klasse spätestens seit Faschismus und Fordismus vollkommen ins bestehende Gesellschaftsgefüge integriert sei. Auseinandersetzungen zwischen Lohnabhängigen und Kapital fänden – wenn überhaupt – nur noch in sozialpartnerschaftlichen Formen unter der befriedenden Regie der DGB-Gewerkschaften statt. Doch auch wenn an dieser Perspektive etwas dran ist, ergibt sich aus ihr ein grundlegendes Dilemma: Mit der Absage ans Proletariat und an Klassenkämpfe geht der Kontakt zu grundlegenden Widersprüchen kapitalistischer Vergesellschaftung verloren, durch die hindurch sich die Verhältnisse reproduzieren. Verkennt man, dass diese Widersprüche aber potentiell zugleich Ansatzpunkte für einen Bruch mit ihnen darstellen können, bleibt nur der Rückzug auf die kritische Kritik oder die Organisation von gesellschaftlich irrelevanten „Events“.

Der Konflikt zwischen Kapital und Arbeit lässt sich jedoch höchstens temporär befrieden, er ist vielmehr eine Grundkonstante dieser Gesellschaftsordnung. Wer den Blick etwas über den eigenen Tellerrand hinaus richtet, wird unschwer erkennen, dass der Klassenkampf auf einer globaler Ebene in der härtesten Formen ausgefochten wird. Auch in den kapitalistischen Zentren lassen sich spätestens seit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise offenere Auseinandersetzungen zwischen den Klassen beobachten. Die Klasse der Lohnabhängigen bewegt sich dabei keineswegs immer in sozialpartnerschaftlichen Verkehrsformen, sondern setzt auch auf Selbstorganisierung. Daher soll in dieser Veranstaltungsreihe ein Blick auf diese Auseinandersetzungen geworfen und analysiert werden, welche Bedeutung diese für die eigene sozialrevolutionäre Praxis einnehmen können. Wir wollen in dieser Veranstaltungsreihe in unregelmäßigen Abständen über aktuelle Klassenkämpfe berichten und Akteur*innen vorstellen, die diese unterstützen. Dabei soll es nicht nur um klassische Kämpfe in der Industrie, sondern auch um die Kämpfe all jener, die sich in Lohnabhängigkeit befinden gehen.

Linke Strategien in der Krise des Kapitals

Diskussionsveranstaltung des Krisenbündnisses Frankfurt

Seit Ausbruch der kapitalistischen Krise in Europa ist das sozialrevolutionäre Krisenbündnis Frankfurt in den Krisenprotesten aktiv. So organisierten wir zusammen mit anderen Genoss_innen mehrere Demonstrationen, einen europaweiten Aktionstag und veröffentlichten zuletzt mit dem M31-Netzwerk ein Diskussionspapier zur Unterstützung eines europäischen Generalstreiks.

In vielen europäischen Ländern brachen seit Beginn der Krise neue Kampfzyklen aus. Auch diese scheinen vorerst jedoch gescheitert zu sein. Besonders in der BRD schien die Antwort der Linken und der restlichen Gesellschaft angesichts dieses historischen Angriffs auf die Menschen eher verhalten und erschöpfte sich in einigen größeren Demonstrationen und Aktionstagen, die keinen Einfluss auf aktuelle Krisenentwicklungen nehmen und höchstens eine hilflose Reaktion auf die sich verschärfenden Angriffe auf die Lohnabhängigen darstellen. Zudem sieht sich die Linke mit dem Erstarken von (neu)rechten und reaktionären Kräften gegenübergestellt, deren Bekämpfung im Moment höchstens das Schlimmste verhindert.
Deshalb ist die Diskussionen über eine strategische Veränderung unserer sozialrevolutionären Praxis aktuell und unausweichlich.

Die Gruppen des sozialrevolutionären Krisenbündnis wollen bei dieser Veranstaltung ihre Arbeitsschwerpunkte und Strategien vor- und zur Diskussion stellen.
Die Ökologische Linke wird in Bezug auf ihr aktuelles Jahrespapier eine Kritik an den Konzepten der Multitude und an Commons leisten und erläutern, warum ein antiautoritärer Bezug auf traditionelle marxistische Strategien wieder aktuell geworden ist.
Die FAU Frankfurt erörtert unter Bezugnahme auf ihre anarchosyndikalistische Praxis Perspektiven gewerkschaftlicher Organisierung heute.
Die Antifa Kritik & Klassenkampf konzentriert sich in ihrem Beitrag auf feministisch-materialistische Klassenkämpfe und wird erläutern, warum die Organisierung im Alltag mit Totalitätsbezug im Vordergrund stehen muss.

Mittwoch, 24. September 2014 | 19.30 Uhr
Café Exzess, Leipziger Str. 91, Frankfurt am Main

Hände weg vom Streikrecht! Konferenz zur Abwehr des Gesetzesvorhabens der Tarifeinheit

Am Sonntag findet in Frankfurt/Main die Hände weg vom Streikrecht!-Konferenz zur Abwehr des Gesetzesvorhabens der sogenannten Tarifeinheit statt.

Kommt vorbei, diskutiert mit und vernetzt Euch!

15. Juni, 11.00 – 17.00 Uhr
DGB-Haus Frankfurt/Main
Wilhelm-Leuschner-Str. 69 – 77

Den Ankündigungstext zur Konferenz findet ihr auf der Homepage des Bündnisses: Hände weg vom Streikrecht!

Semesterguide Sommer 2014

Wir freuen uns euch unseren neuen Semesterguide für das Sommersemester 2014 präsentieren zu können, den wir noch unter unserem alten Namen publiziert haben.

Aus dem Inhalt:

  • Selbstorganisierte Kämpfe von Refugees und Non-Citizens in ffm
  • Text zur Flugschrift 100 Jahre Goethe Uni
  • Antifaschismus und rechtsradikale Bewegungen in Italien
  • Interview mit der Gruppe TPTG über die Kämpfe gegen die Massenentlassungen der administrativen Arbeiter*innen an griechischen Unis.
  • und vieles mehr