Archiv der Kategorie 'Arbeitskampf'

Union Busting – Der organisierte Klassenkampf gegen die Arbeiter*innen

Die „Aktion Arbeitsunrecht“ hat für den Freitag, den 13. Januar 2017 zu einem deutschlandweiten Aktionstag gegen Union Busting aufgerufen. Wir finden, dass diese eine richtige Initiative ist und der Aktionstag mit voller Kraft unterstützt werden sollte.

„Die Kündigung störender Arbeitnehmer – So gestalten Sie kreativ Kündigungsgründe“
Damit bewarb die Anwaltskanzlei Schreiner&Partner 2015 bundesweit ihre Schulungsseminare für Kapitalist*innen. Dort bringen die Jurist*innen ihnen bei, wie sie gegen Gewerkschafter*innen vorgehen, die Rechte ihrer Beschäftigten aushebeln und die Arbeiter*innen durch gezielte Aktionen spalten können. Hier lernen Chef*innen, wie sie Angestellte fertig machen. Auf der Abschussliste stehen Arbeiter*innen, die zu wenig Leistung bringen („Low Performer“) oder als „Querulanten“ den kapitalistischen Normalbetrieb stören. Wenn Angestellte schwer erkranken, ist das im Jargon von Schreiner&Partner „störendes Arbeitnehmerverhalten“. Dagegen empfiehlt die Kanzlei „kreative Kündigungsgründe“, den Einsatz von Privatdetektiven, Videoüberwachung und Datenschnüffelei, um Beschäftigte kostengünstig loszuwerden. (mehr…)

Zellkernerfahrung

Untersuchung – Aktion – Organisation«. Die Betriebsarbeit des Revolutionären Kampf (RK) bei Opel Rüsselsheim 1971–73 – Veranstaltungsbericht

erschienen im: express 08/2016

StraßenkampfDer »Revolutionäre Kampf« in Frankfurt gehörte nicht zu jenen K-Gruppen der Post68er-Zeit, die sich einbildeten, die einzig wahre Arbeiterpartei werden zu können (oder gar bereits zu sein). Mit anderen Gruppierungen war man sich allerdings darüber einig, dass eine Revolution nicht ohne ein kämpferisches Proletariat zu haben sein würde – entsprechend gingen zahlreiche RK-Leute ans Fließband bei Opel. Wie aber sah die Betriebsarbeit einer Gruppe aus, die sich selbst zu den »Spontis« zählte und sich mehr vom italienischen Operaismus als vom Marxismus-Leninismus inspirieren ließ? (mehr…)

Soliaktion mit den Klassenkämpfen in Frankreich

Soliaktion mit den Klassenkämpfen in Frankreich
Am 227. Jahrestag des Sturms auf die Bastille durch die Pariser Bevölkerung am 14. Juli 1789 solidarisierten sich etwa 30 Demonstrant*innen in Frankfurt am Main mit den aktuellen Kämpfen in Frankreich gegen das neue Arbeitgesetz. Dieses stellt in den Augen der Demonstrant*innen einen massiven Angriff auf die Rechte der Lohnabhängigen dar. Am Zielpunkt der entschlossenen und stimmungsvollen Demonstration wurde vor dem Hochhaus des IG-Metall-Bundesvorstands an Fahnenstangen ein Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit dem Widerstand in Frankreich“ hochgezogen.

Während die Bevölkerung von Paris 1789 der Herrschaft des Adels ein Ende setzte, setzen sich die Lohnabhängigen in Frankreich seit Februar in einem offensiven Klassenkampf gegen die Herrschaft der Bourgeoisie zur Wehr. Gegen diesen geht die französische Polizei mit einer enorm hohen und brutalen Repression vor. (mehr…)

Über die Emanzipationsperspektiven von Care-Arbeiter_innen

Klasse – Macht – Kampf im März dieses Mal zum Thema:

„Alle Räder stehen still, …?“
Über die Emanzipationsperspektiven von Care-Arbeiter_innen.
Eine theoretische Verallgemeinerung des Arbeitskampfes an der Charité in Berlin

Charité StreikArbeitskämpfe im Pflege- und Gesundheitsbereich verhandeln zentrale gesellschaftliche Widersprüche. Gleichzeitig finden sie unter speziellen Bedingungen statt, durch die sie sich von anderen Arbeitskämpfen unterscheiden – gegen Streiks in Krankenhäusern wird beispielsweise immer wieder die Verantwortung der Beschäftigten für die Patienten ins Feld geführt. Wie kann unter diesen Bedingungen ein erfolgreicher Arbeitskampf aussehen? (mehr…)

Klasse – Macht – Kampf im Februar

Filmvorführung: „Alles in Butter“ (Regie: Jean-Luc Godard, Jean-Pierre Gorin, Frankreich 1972, 95 min.)
mit vorangehendem Kurzinput über die Bewegung der Fabrikbesetzung im Mai 1968 ff. in Frankreich.
Tout va bien - Goadrd
Als Susan und ihr Ehemann Jacques, ein linksgerichteter Filmemacher, in einer Wurstfabrik eintreffen, um den Fabrikanten zu interviewen, geraten sie mitten in einen wilden Streik mit anschließender Fabrikbesetzung und werden von den streikenden Arbeiter*innen festgehalten. Der Film verdeutlicht die Logik der Klassenkämpfe und Besetzungen in Frankreich rund um 1968 und zeigt die Autonomie der Klasse gegenüber Partei und Gewerkschaft auf, nebenbei reflektiert er auch noch auf die Produktionsbedingungen in der Film- und Medienbranche.

Dienstag, 09. Februar 2016, 19:30 Uhr Klapperfeld
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Filmvorführung: Die Angst wegschmeißen

Am Dienstag, den 08. Dezember 2015 zeigen wir im Rahmen unserer neuen Veranstaltungsreihe „Klasse – Macht -Kampf“ um 19: 30 Uhr im Faites votre jeu! (Klapperfeldgasse 5, FfM) den Film „Die Angst wegschmeißen“ von labournet.tv über den aktuellen Kampfzyklus der italienischen Logisitkarbeiter_innen. Eine der Filmemacher_innen wird zu Gast sein und für eine an den Film anschließende Diskussion zur Verfügung stehen. Anschließend findet ein Barabend der fantifa und des ALFR statt.

Ankündigung des Films:

„Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand.

Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter_innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. Ein Kampf, der nicht nur ihre Arbeitsbedingungen, sondern ihr ganzes Leben verändert. (mehr…)

Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht

Streikbuch, Peter NowakSoeben ist ein von Peter Nowak herausgegebenes Buch erschienen, das für alle, die sich mit Arbeitskämpfen nach dem Ende der großen Fabriken und Streiksolidarität beschäftigen, von Interesse ist.
Darin enthalten ist auch ein Beitrag von uns, der sich unter dem Titel „Krise – Klassenkampf – Organisierung“ mit Klassenkämpfen als zentralen strategischen Bezugspunkten linker Praxis und Organisierung beschäftigt und die Thesen aus unserem Papier „Der kommende Aufprall“ ergänzt.

Eine Vorstellung des Buches wird am Mittwoch den 14.10.2015 um 19:30 Uhr im Gallus Zentrum (Krifteler Str. 55) stattfinden. Mit dabei: die wobblies, Peter Nowak, Lebenshilfe Betriebsgruppe der FAU, Menschen aus der Organisierung an der Uni und wir.

Hier der Klappentext des Buchs
„Arbeitskämpfe im Spätkauf, Gefangene gründen eine Gewerkschaft: in der letzten Zeit wurden Arbeitskämpfe in Sektoren bekannt, die gemeinhin als schwer oder gar nicht organisierbar galten. Das Buch stellt verschiedene Facetten dieser neuen Streiks und Arbeitskämpfe in Deutschland und darüber hinaus vor und ordnet sie in einen gesellschaftlichen Kontext ein. Auch in einer Gesellschaft jenseits des Fordismus (Fabrikgesellschaft) gehören Arbeitskämpfe nicht der Vergangenheit an. Besonders erfolgreich werden diese Streiks durch die Unterstützung der Kund*innen und des Umfelds der Streikenden. “

Der kommende Aufprall – Mitschnitt der Podiumsdiskussion

Hier findet ihr einen Mitschnitt der Podiumsdiskussion zu unserem Papier „Der kommende Aufprall. Auf der Suche nach der Reißleine in Zeiten der Krise“ mit: Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft, Basisgruppe Antifaschismus Bremen und Antifa Kritik & Klassenkampf, 30.4.2015, Frankfurt a.M. – Mitschnitt 1: Podium, Mitschnitt 2: Diskussion

Podiumsdiskussion: Der kommende Aufprall

Auf der Such nach der Reißleine in Zeiten der Krise
Podiums- und Publikumsdiskussion zu unserem Papier „Der kommende Aufprall“
Do. 30 . April | 20.00 Uhr | im „faites votre jeu!“ (Klapperfeldstraße 5, Frankfurt)

Anfang April haben wir den Text „Der kommende Aufprall“ veröffentlicht, in dem wir für einen stärkeren Bezug der (radikalen) Linken auf die Kämpfe der Lohnabhängigen vorschlagen, um einer dort immer noch stark vorherrschenden, ritualisierten Eventpolitik zu entkommen. Der Text endet mit einem Organisierungsvorschlag, der unserer Meinung nach diese Orientierung auch organisatorisch umsetzen könnte.
In einer Podiums- und Publikumsdiskussion wollen wir den Text und seine Thesen aus dem mief unseres Plenumsraums rausholen und sie mit euch sowie einigen geladenen Gästen auf den Prüfstand stellen.

Zu Gast sind an diesem Abend:
Basisgruppe Antifa Bremen (Ums Ganze)

Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft