Kollabiert Chinas autoritärer Kapitalismus?

Klasse – Macht – Kampf im April zum Thema Klassenkämpfe in China
11. April 2017 | 19:30 Uhr | Klapperfeld

Das Getöse um Chinas außenpolitische Ambitionen in Asien und der Welt und eine mögliche Konfrontation mit dem neuen US-Regime übertönt derzeit den Lärm, der von den Klassenauseinandersetzungen in China selbst ausgeht. Die Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas ist längst nicht so stabil, wie sie selbst es gerne darstellt. Die globale Krise hat das wirtschaftliche Wachstum einbrechen und die Schulden steigen lassen. Umweltkatastrophen häufen sich. Interne Machtkämpfe in der Partei drohen zu eskalieren. Proteste und Streiks setzen ihr zu und zwingen sie zu Zugeständnissen. Wird die Partei (wieder) die Kurve kriegen und ihre Herrschaft stabilisieren können? Oder droht ein Crash, der nicht nur in China die Verhältnisse zum Tanzen bringen kann? Welche Rolle spielen die gegenwärtigen Arbeiter*innenkämpfe?

Ralf Ruckus untersucht u.a. Klassenzusammensetzung und Geschlechterverhältnisse in China sowie Chinas veränderte Rolle im kapitalistischen Weltsystem. Er schreibt u.a. für http://www.gongchao.org/ und https://sozialgeschichteonline.wordpress.com/ Zuletzt veröffentlichte er Bücher von Pun Ngai u.a., iSlaves. Ausbeutung und Widerstand in Chinas Foxconn-Fabriken (2013) und von Hao Ren u.a., Streiks im Perlflussdelta. ArbeiterInnenwiderstand in Chinas