And who cares about us? Arbeitskämpfe von Beschäftigten in der Sozialen Arbeit

Klasse – Macht – Kampf im Dezember *Über den Arbeitskampf der Beschäftigten in der Lebenshilfe Frankfurt e.V.*

Dienstag, 13. Dezember 19:30 Uhr, Klapperfeld

Care-Arbeit, als bezahlte Lohnarbeit, findet in öffentlichen Institutionen und bei sozialen Trägern statt und umfasst in diesem Bereich unter anderem die Betreuung von Kindern oder die Begleitung von Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. So leisten auch die Beschäftigten der Lebenshilfe Frankfurt Care-Arbeit, in Form der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Behinderung, während die Lebenshilfe diese Care-Arbeit als Dienstleistung anbietet. Im Bereich sozialer Arbeit entsteht so oftmals ein Spannungsfeld zwischen einer bedarfsgerechten Unterstützung von Menschen, einer kosteneffizienten Lohnarbeit und den Interessen und Bedarfen der lohnabhängig Beschäftigten. Wie kann in so einem Spannungsfeld ein Arbeitskampf geführt werden?

Eine Gruppe geringfügig Beschäftigter organisierte sich 2014 in der Freien Arbeiter- und Arbeiterinnen-Union (FAU) Frankfurt und führte einen fast zwei Jahre anhaltenden Arbeitskampf in der Lebenshilfe Frankfurt. Die FAU-Frankfurt berichtet anhand dieses Beispiels über ihr Vorgehen bei der Lebenshilfe Frankfurt, stellt Unterschiede zu den DGB-Gewerkschaften dar und erläutert anhand eigener Erfahrungen die Besonderheiten in Arbeitskämpfen im Care-Sektor und der Sozialen Arbeit.