Archiv für Oktober 2016

Feminismus und Historischer Materialismus – Eine unglückliche Ehe?

Klasse – Macht – Kampf im November zum Thema: Feminismus und Historischer Materialismus – Eine unglückliche Ehe?

Dienstag, 08. November 2016, 19:30 Uhr, Klapperfeld

Heute ist der Feminismus nicht materialistisch – und wo er materialistisch ist, ist er nicht historisch. Was wäre historisch materialistischer Feminismus? Was wäre das Historische, was das Materialistische an ihm? (mehr…)

»Demo für Alle«? Läuft nicht!

Unter dem Slogan »Demo für Alle. Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder« versucht am 30. Oktober in Wiesbaden ein Bündnis aus AntifeministInnen, Konservativen, christlichen FundamentalistInnen, »besorgten Eltern« und Nazis auf die Straße zu gehen. Das traditionelle Leitbild der Familie als »Keimzelle der Nation« und die Ideologie einer »natürlichen« Zweigeschlechterordnung machen neue und alte Rechte anschlussfähig bis weit in die »Mitte« der Gesellschaft. (mehr…)

Krise – Klassenkampf – Organisierung

Wir dokumentieren hier den Text „Krise – Klassenkampf – Organisierung“, den wir im September 2015 in dem von Peter Nowak herausgegebenen Buch „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“ veröffentlicht haben.
Hier auch im lesefreundlichen PDF-Format.

Krise – Klassenkampf – Organisierung

Im Jahr 2014 kam es zu einigen weitreichenden Umstrukturierungen und Umbenennungen innerhalb der radikalen Linken in der BRD. So ging der norddeutschlandweite Zusammenschluss „avanti“ in die Interventionistische Linke auf, die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) trat der Neue(n) Antikapitalistischen Organisation (NaO) bei und die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) löste sich komplett auf, was von manchen als das Ende der Antifa-Bewegung verstanden wurde. Auch unsere Gruppe gab im Juni 2014 ihre Umbenennung bekannt. Wir legten unseren alten Namen „campusantifa“ ab und treten seitdem unter dem Namen Antifa Kritik & Klassenkampf auf. Diese Veränderungen und Umstrukturierungen zu diesem Zeitpunkt sind sicher nicht dem Zufall geschuldet, sondern der Ausdruck dessen, dass die Linke, angesichts der sich auf europäischer Ebene manifestierenden Weltwirtschaftskrise und den damit einhergehenden verschärften Angriffen des Kapitals auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Lohnabhängigen, es nicht schaffte, in die Offensive zu kommen, und stattdessen rechte und faschistische Bewegungen in vielen europäischen Ländern an Zulauf gewinnen (mit den Parteien UKIP, FN, FIDEZS und AfD seien hier nur einige Beispiele genannt). Und auch in denjenigen südeuropäischen Ländern, in denen sich in den Anfangsjahren der Krise noch größere außerparlamentarische Gegenoffensiven formierten, scheinen die Kampfzyklen vorerst gescheitert und auf dem Rückzug in den Insurrektionalismus (griechischer Anarchismus) oder im Prozess der Transformation in den Parlamentarismus (Podemos, Syriza). (mehr…)