Über die Emanzipationsperspektiven von Care-Arbeiter_innen

Klasse – Macht – Kampf im März dieses Mal zum Thema:

„Alle Räder stehen still, …?“
Über die Emanzipationsperspektiven von Care-Arbeiter_innen.
Eine theoretische Verallgemeinerung des Arbeitskampfes an der Charité in Berlin

Charité StreikArbeitskämpfe im Pflege- und Gesundheitsbereich verhandeln zentrale gesellschaftliche Widersprüche. Gleichzeitig finden sie unter speziellen Bedingungen statt, durch die sie sich von anderen Arbeitskämpfen unterscheiden – gegen Streiks in Krankenhäusern wird beispielsweise immer wieder die Verantwortung der Beschäftigten für die Patienten ins Feld geführt. Wie kann unter diesen Bedingungen ein erfolgreicher Arbeitskampf aussehen?
Luigi Wolf wird vom Kampf der Pflegekräfte an der Charité in Berlin berichten, ihn in seinem gesellschaftlichen Kontext analysieren und zur Debatte um Care-Arbeit ins Verhältnis setzen. Wie können Pflegekräfte ihre Produktionsmacht geltend machen? Welche Rolle hat dieses Feld für eine gesamtgesellschaftliche Transformation? Was bedeutet das für die Möglichkeiten und Grenzen von Bündnisarbeit und praktischer Solidarität?

22. März, 19:30 Uhr, Ort: Studierendenhaus (Festsaal), Uni Frankfurt, Campus Bockenheim
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit transnationals information exchange (tie) statt.

LUIGI WOLF: Arbeitskreis Strategic Unionism, DIE LINKE und Netzwerk Marx21, forscht im Rahmen seiner Dissertation über gewerkschaftliche Erneuerung in Krankenhäusern und hat den Arbeitskampf für mehr Personal an der Charité wissenschaftlich und aktivistisch begleitet und dessen Vorbereitung 4 Jahre lang untersucht.