Archiv für September 2015

Deutschland halt’s Maul!

Am 03.10.15 will Deutschland in Frankfurt seinen Nationalismus zelebrieren. Wir rufen zusammen mit dem sozialrevolutionären & antinationalen Krisenbündnis zu Gegenaktionen auf.
Bereit am Vortag veranstalten wir unter dem Motto: „Antifa Kritik & Punkrock gegen Deutschland!“ ein Punkkonzert im Klapperfeld.
Aufspielen werden ab 22 Uhr folgende Bands:
Varan
Ein Gutes Pferd
teːrs

Hier nun der Aufruf des Krisenbündnis

Deutschland, halt’s Maul!

Am 12. Mai 1990 demonstrierten 20.000 Menschen unter dem Motto „Nie wieder Deutschland“ durch die Frankfurter Innenstadt. Man versammelte sich in strikter Opposition zur anstehenden sogenannten Wiedervereinigung Deutschlands. Nie wieder sollte Deutschland die Möglichkeit erhalten, in seinem alten Großmachtstreben über die Welt herzufallen und seinen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus in mörderische Tat umzusetzen. 25 Jahre später ist von dieser Hoffnung nicht viel geblieben.

Vom 2. bis 4. Oktober 2015 werden über eine Millionen Menschen in Frankfurt a.M. zusammenkommen, um unter dem zynischen Motto „Grenzen überwinden“ den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit zu feiern, während täglich aufs Neue Flüchtlingsunterkünfte in Flammen aufgehen. Wir rufen alle, denen die deutschen Zustände zum Himmel stinken, dazu auf, diese Feier zu stören! Wer sich nicht den letzten Funken Restverstand hat abschwatzen lassen, wird bei einem einfachen Blick in die Tageszeitungen sehen, dass es keinen Grund zum Feiern gibt – und tausend gute Gründe, gegen Deutschland aufzubegehren.

I.
Keine andere europäische Nation exportiert heute soviel Elend wie Deutschland – innerhalb der EU und darüber hinaus. Die viel gerühmte deutsche Wettbewerbsfähigkeit (geringe Lohnkosten bei hohem Produktivitätsniveau) sorgt seit Jahren dafür, dass deutsche Waren, Waffen, Investitionen und Kredite in den letzten Winkel der Erde vordringen und hier diverse soziale und ökologische Verheerungen anrichten. Mit dieser Exportorientierung ist Deutschland auch mitverantwortlich für einen guten Teil der sogenannten Eurokrise, in der es sich dann wiederum als Taktgeber der Krisenpolitik etablierte.
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