Bericht von der Veranstaltung zur Kritik an der Montagsquerfront

Hier ein kleiner, von Jutta Ditfurth verfasster Bericht von der Veranstaltung zur Kritik der Montagsquerfront:

„Meine Veranstaltung auf Einladung der Gruppe »Antifa Kritik und Klassenkampf« am 15.7.2014 in Frankfurt/Main war ein schöner Erfolg. Mindestens 200-250 (gezählt!) junge Menschen kamen, ein paar ältere auch. Viele mussten draußenbleiben, denn es war einfach kein Platz mehr im Cafe KoZ (Uni Frankfurt, Campus Bockenheim), so dass die Türen dicht gemacht wurden. Ein paar nationalbolschewistische Linke versuchten vergeblich, meinen Vortrag und die Diskussion zu stören. Völlig irrsinnig war, dass die Vertreterin einer angeblichen »No Nato«-Gruppe Flugblätter mit »Zinsknecht«-Gedankengut verteilte, wenn das keine Regression ist…

Ich hielt einen neuen Vortrag über Kapitalismus, Krieg und Krise und den historischen Hintergrund völkischer Bewegungen in Deutschland vor und nach dem 1. Weltkrieg, beschrieb Querfrontversuche nach 1945 (ökofaschistische Projekte in den 1970ern und 1980ern, Nationalrevolutionäre in den 1980/90ern usw.) und ordnete die Montagsquerfront ein.

Ich begründete, warum nach monatelanger Aufklärung sich niemand mehr unschuldig geben kann: die Montagsquerfront bzw. die neurechte Friedensbewegung sind ein völkisches und antisemitisches Projekt, von dem sich Menschen, die sich als emanzipatorische, antiautoritäre Linke verstehen, abgrenzen müssen.

Ich gehe davon aus, dass sich die Montagsquerfront über den Sommer verformt und dass die Diskussion im Herbst weitergeführt werden muss.

Ich verabschiede mich, bis Mitte September in Schreibklausur, … ab jetzt.

P.S.: Der zweite Referent war krank geworden.“