Kollabiert Chinas autoritärer Kapitalismus?

Klasse – Macht – Kampf im April zum Thema Klassenkämpfe in China
11. April 2017 | 19:30 Uhr | Klapperfeld

Das Getöse um Chinas außenpolitische Ambitionen in Asien und der Welt und eine mögliche Konfrontation mit dem neuen US-Regime übertönt derzeit den Lärm, der von den Klassenauseinandersetzungen in China selbst ausgeht. (mehr…)

Basisorganisierung als Keimzelle einer neuen Bewegung

Selber machen! so die Aufforderung für die Konferenz zu Basisorganisierung, Gegenmacht und Autonomie vom 28. bis zum 30. April in Berlin. In einem aktuellen Beitrag im Lower Class Magazine werden Idee und Konzept der Konferenz vorgestellt. Im Mittelpunkt der Konferenz, an der auch die Antifa Kritik & Klassenkampf teilnehmen wird, steht die Frage, wie eine Selbstorganisierung von „unten“ in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aussehen kann: Im Stadtteil, im Arbeitsleben, in der Kultur. Für die Organisierung der wirklichen Gegenmacht!

Über die Kämpfe der Massenarbeiter*innen und den Operaismus – Veranstaltungsbericht und Reflexion

In den 60er und 70er Jahren tritt in Norditalien eine Reihe von Arbeiter*innenkämpfen von neuartigem Ausmaß auf: Die erfolgreiche Blockierung von Teilen der Produktion führt zu maßgeblichen Verlusten für das Kapital durch nichtproduzierte Waren, als Ergebnis verschiedener Kämpfe stehen später Tarifabschlüsse in verschiedenen Bereichen, die Lohnerhöhungen von teilweise deutlich über 10% beinhalten. Entscheidend getragen wurden die Kämpfe von den durch die fordistische Produktionsweise hervorgebrachten Massenarbeiter*innen. Für die gegenwärtige Linke stellt sich entsprechend die Frage: Was können wir aus der historischen Erfahrung dieser Kämpfe lernen und mit den dahinterstehenden politischen Überlegungen heute noch anfangen? (mehr…)

Kurzversion: Der kommende Aufprall

Für alle, die keine Lust auf ewig lange Texte im akademistischen Stil haben, gibt es jetzt auch eine Kurzversion unseres Strategiepapiers „Der kommende Aufprall“. Here we go:

Finanzkrise, Schwächung der Gewerkschaften, Agenda 2010, PEGIDA und AfD – die Linke in Deutschland kann sich darüber einig sein, dass es schlecht aussieht. Schaut man sich die Krisendynamik der letzten Jahre an, kann davon ausgegangen werden, dass es von alleine nicht besser wird – Griechenland, Portugal und Spanien geben uns einen Vorgeschmack auf die kommende wirtschaftliche Depression. Diese aufzuhalten ist zwar erklärtes Ziel von staatlichen Konjunkturpaketen, doch weder diese, noch die fortschreitende Neoliberalisierung im Sinne von Deregulierung, Finanzialisierung, Privatisierung und Zerschlagung der Gewerkschaften stellen eine wirkliche Krisenlösung dar. (mehr…)

Feministisch-kommunistischer Studientag


Zum Frauen*kampftag in diesem Jahr möchten wir (fantifa.frankfurt und Antifa Kritik & Klassenkampf) zu einem feministisch-kommunistischen Studientag einladen. Diskutieren möchten wir über Frauen*kämpfe mit besonderem Fokus auf Arbeit (und damit meinen wir weit mehr als Lohnarbeit) und welche Akteur*innen und Ziele darunter fallen.

Wir laden daher am 8.3.17 um 11 Uhr ins WWH der Falken, Rödelheimer Str. 14, 60487 FFM (Nähe U-Bahn Kirchplatz) ein. (mehr…)

MAKE CLASSWAR A THREAT AGAIN

„… sie müßten selber mächtig werden dieses einzigen Griffs, dieser weit ausholenden und schwingenden Bewegung, mit der sie den furchtbaren Druck, der auf ihnen lastete, endlich hinwegfegen könnten.“ (Peter Weiss)


Aufruf 25.02.Im Rahmen der Kampagne „Make racists afraid again“ mobilisieren Frankfurter antifaschistische Gruppen am 25. Februar zum Südbahnhof zu einer Demo gegen Naziterror und Rassismus. Angesichts der weltweiten Entwicklung und des Anschlags auf das Café des Project Shelter in Frankfurt ist das eine richtige erste Antwort.

Die Reaktion weltweit profitiert von der Krise des Kapitals. Das zeigt sich in der Wahl autoritärer Parteien, der Zunahme von rechter Propaganda und Gewalt, verschärften rassistischen Diskursen, dem antifeministischen Rollback und antisemitischen Krisendeutungen. Wichtige Akteur*innen in der BRD, um nur einige zu nennen, sind: die organisierten Pogrome gegen Geflüchtete und ihre Wohnungen, Pegida als der Mob der Straße, die Anzugs-Faschos von der AfD, die „Identitäre Bewegung“ als „hippe Jugendorganisation“, das sich intellektuell gebende „Institut für Staatspolitik“ und die Zeitschrift Sezession, „Wir sind die 1%“ als Versuch einer deutschen Tea-Party-Graswurzelbewegung, die Boulevardpresse compact und PI-News, biedere Blätter wie die Junge Freiheit, die „Demo für alle“ und der „Marsch für das Leben“ von den klerikalen Rechten, der möglicherweise in Frankfurt stattfindende Anti-Gender-Kongress des alle vereinenden Antifeminismus, die Szene der Islamkritiker*innen und antisemitische Verschwörungsgruppen und -querfrontler*innen wie die Montagsmahnwachen. (mehr…)

Von der Demokratischen Autonomie zum Aufbau von Gegenmacht in den Metropolen

Achtung: Der Referent ist leider erkrankt, weswegen die Veranstaltung am kommenden Dienstag ausfallen muss!!!

Klasse – Macht – Kampf am 14. Februar 2017, um 19:30 Uhr im Klapperfeld zu dem Thema „Von der Demokratischen Autonomie zum Aufbau von Gegenmacht in den Metropolen. Was wir von der kurdischen Befreiungsbewegung lernen können.“.

Update: Zur Vorbereitung empfehlen wir den folgenden Artikel von u.a. Peter Schaber: Mehr Rätedemokratie wagen!

Spätestens seit der Verteidigung der nordsyrischen Kurdenstadt Kobane hat sich auch in der deutschen Linken ein relativ breites Interesse an den gesellschaftspolitischen Konzepten Abdullah Öcalans und der PKK durchgesetzt.

Dieses Interesse ist durchaus begründet: die Vorschläge eines
rätedemokratischen, geschlechtergerechten und ökologischen Aufbaus „von unten“ sind auch für eine sich verstärkt auf soziale Fragen orientierende radikale Linke durchaus von Interesse.

Gleichwohl sind die Ausgangsbedingungen hierzulande grundverschieden von denen in Kurdistan und auch in der Theorie – etwa, wenn es um die Frage des Privateigentums an Produktionsmitteln geht – wird eine kommunistische Linke die Grenzen der Konzeption Öcalans erkennen und überschreiten müssen.

Mit Peter Schaber (lower class magazine) wollen wir diskutieren, was Demokratische Autonomie und Demokratischer Konföderalismus eigentlich sind, was wir von ihnen lernen können – und was eben nicht.

Union Busting – Der organisierte Klassenkampf gegen die Arbeiter*innen

Die „Aktion Arbeitsunrecht“ hat für den Freitag, den 13. Januar 2017 zu einem deutschlandweiten Aktionstag gegen Union Busting aufgerufen. Wir finden, dass diese eine richtige Initiative ist und der Aktionstag mit voller Kraft unterstützt werden sollte.

„Die Kündigung störender Arbeitnehmer – So gestalten Sie kreativ Kündigungsgründe“
Damit bewarb die Anwaltskanzlei Schreiner&Partner 2015 bundesweit ihre Schulungsseminare für Kapitalist*innen. Dort bringen die Jurist*innen ihnen bei, wie sie gegen Gewerkschafter*innen vorgehen, die Rechte ihrer Beschäftigten aushebeln und die Arbeiter*innen durch gezielte Aktionen spalten können. Hier lernen Chef*innen, wie sie Angestellte fertig machen. Auf der Abschussliste stehen Arbeiter*innen, die zu wenig Leistung bringen („Low Performer“) oder als „Querulanten“ den kapitalistischen Normalbetrieb stören. Wenn Angestellte schwer erkranken, ist das im Jargon von Schreiner&Partner „störendes Arbeitnehmerverhalten“. Dagegen empfiehlt die Kanzlei „kreative Kündigungsgründe“, den Einsatz von Privatdetektiven, Videoüberwachung und Datenschnüffelei, um Beschäftigte kostengünstig loszuwerden. (mehr…)

Die Kämpfe der Massenarbeiter*innen und der Operaismus


Klasse – Macht – Kampf im Januar zu dem Thema „Die Kämpfe der Massenarbeiter*innen und der Operaismus“, am 10. Januar 2016 um 19:30 Uhr im Klapperfeld.
Achtung: Anders als auf dem gedruckten Flyer angegeben, findet die Veranstaltung nicht am 11., sondern am 10. Januar statt

Norditalien war zu Ende der 60er Jahre und zu Beginn der 70er Jahre der Schauplatz eines mit aller Härte geführten Zyklus der Klassenkämpfe, der seinen Höhepunkt in der Besetzung des Werkes FIAT Mirafiori im März 1973 fand. Laut einem Zeitgenossen wurden die Streiks bei Fiat in Turin zum Vietnam des italienischen Kapitals. Tonangebend waren in diesen Auseinandersetzungen nicht die gut ausgebildeten Facharbeiter, die mit ihrem Produzent*innenenstolz die traditionelle Anhängerschaft der KP bildeten. Stattdessen wurden die vielen Kämpfe, Besetzungen und Straßenschlachten von einem neuen, von der fordistischen Produktion hervorgebrachten Subjekt geführt: dem*der Massenarbeiter*in. (mehr…)



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (22)